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Aktuelle Info August 2013

Aktuelle Info vom 27. August 2013: Aktuelle Informationen zum KOMETEN Ereignis


Liebe Sternenfreunde,

bald ist es soweit und ein vielleicht gigantischer Schweifstern wird über unseren Köpfen zu sehen sein. Der Komet "ISON" C/2012 S1 könnte ab September eine rasante Helligkeitsentwicklung durchlaufen und sich bis Mitte November zu einem wahrlichen Diamanten am Himmel entwickeln.

Warum ist der Komet "ISON" nicht schon jetzt zu sehen?



Derzeit ist er für das bloße Auge unsichtbar und bald ist er der Sonne nahe genug, damit die entscheidende Wassereis - Sublimation seiner Gase beginnen kann. Denn ab dieser Phase kommt der Komet der Sonne immer näher und je mehr Gas und Staub er verlieren wird, desto prächtiger wird er für die Beobachter von der Erde aus werden. Kometen sind kleine, bis Kilometergroße felsige Formationen angereichert mit jeder Menge Gas, Staub und Eis. Sie fliegen eher unerkannt im Sonnensystem herum, bis sie schließlich der Sonne nahe genug kommen und sich durch plötzlich austretende Gase sichtbar machen. Kometen sich recht unterschiedlich im Weltall bewegen. Nur weiß man nie genau, woraus diese Kometen jeweils bestehen, was eine Vorhersage der zu erwartenden Helligkeit am Himmel sehr schwierig macht. Am bekanntesten sind die Kometen, welche sich auf regelmäßigen Bahnen um die Sonne bewegen, wie z.B. der Halleysche Komet. Diese können mehrmals beobachtet werden, weil sie in regelmäßigen zeitlichen Abständen auf Bahnen um die Sonne fliegen. Doch die meisten, vor allem spektakulären Kometen sind eher kosmische Vagabunden, welche einfach herumfliegen und das Sonnensystem nach einem Vorbeiflug an der Sonne wieder verlassen. Doch genau hier liegt ihr Potential, da die seltenen Vorbeiflüge am Stern jede Menge Staub und Gas auf der Oberfläche erwarten lässt, welches bei periodischen Kometen nach einigen Umläufen schnell verbraucht sein kann.

Wann wird man "ISON" sehen können?



Komet C/2012 S1 wurde am 21.09.2012 vom "International Scientific Optical Network - ISON", einem russisch - weißrussischen Beobachterteam, entdeckt und seitdem sorgt er für spektakuläre Erkenntnisse in der astronomischen Fachwelt. Sofort als man die Bahnberechnungen für diesen Kometen herausfand, machte eine Sensationsmeldung im Herbst 2012 die Runde: ISON wird der Sonnenoberfläche am 28.11 2013 bis auf 1,2 Millionen Kilometer nahe kommen (1,9 Mio. km bis zum Zentrum). Bei dieser engen Passage zur heißen Sonne sind extreme Gasausbrüche auf dem Kometen zu erwarten, was ihn danach zu einem extrem hellen Schweifstern werden lassen kann. Abzuwarten bleibt, ob der knapp 4km große Kometenkern diese Passage überstehen wird. Die Chancen stehen recht gut, dass der Komet seinen Vorbeiflug an der Sonne übersteht und Anfang Dezember zu einem prächtigen Morgenkometen mit riesigen Schweif werden kann. Selbst wenn der Kometenkern zerstört werden sollte, kann der Schweif eine faszinierende Erscheinung am Himmel werden, so wie es beim Kometen "Lovejoy" im Jahre 2011 auf der Südhalbkugel zu sehen war. Bis Mitte Dezember wird "ISON" auch eine Abendsichtbarkeit zeigen, so dass er mit Feldstechern und kleineren Teleskopen hervorragend beobachtet werden kann. Doch vor allem die Tage kurz nach dem Perihel um den 28.11. sind interessant, denn nach der Sonnenpassage wird der Komet seine maximale Helligkeit entfalten und hier sollte das Wetter stimmen, damit man diesen Kometen wenige Tage später erfolgreich in der Dämmerung sichten kann.

Wo erfahre ich öffentliche Beobachtungstermine der Sternwarte Riesa?



Auch ohne das Observatorium wollen wir für die Bürger da sein und mit unserer privaten Te

Aktuelle Info vom 19. August 2013: Feedback Sternschnuppen und kommende Termine


Liebe Sternenfreunde,

nach insgesamt 8 Nächten unter freiem Himmel sind in der Nacht vom Sonntag auf den Montag die "14.Riesaer Sternschnuppennächte" zu Ende gegangen. Leider ergab sich in dieser letzten Nacht keine weitere Chance auf schnelle Meteore für die Nachtschwärmer, aber an diesem letzten Abend versammelten sich dennoch etliche Beobachter auf dem Flugplatz Canitz um in Erinnerungen der vergangenen Perseidennächte zu schwelgen.

NEU auf der Website - Zeitraffer und Videos vom Nachthimmel


Die Sternenfreunde Riesa üben sich schon seit einigen Jahren in der Erstellung von Filmsequenzen des Nachthimmels. Dies ist auf Grund der geringen Helligkeit kosmischer Objekte gar nicht einfach und ein großer Aufwand ist erforderlich, diese Filme zu erstellen. Doch die Ergebnisse sprechen für sich und es sind bereits einige tolle Videos auf der Vereinsseite www.Sternenfreunde-Riesa.de zu sehen. So z.B. von der Renovierung der Sternwartenkuppel, dem Sächsischen Teleskoptreffen und seit heute auch von den 14.Sternschnuppennächten. Jeder ist herzlich eingeladen, sich diese tollen Zeitdokumente anzuschauen.

Was brachten die "Perseiden 2014"?


Mit der Sichtung von genau 1117 Meteoren und insgesamt 450 Satelliten innerhalb dieser Aktionswoche können die "Schnuppenjäger" auf eine äußerst erfolgreiche Woche zurückblicken. An drei Nächten gab es exzellente Bedingungen ohne Wolken, ohne Dunst und mit nur kurzer Mondscheindauer. Hier wurden die Rekordwerte von 250 - 280 Sternschnuppen pro Nacht erzielt. Zwei Nächte fielen dem schlechtem Wetter zum Opfer und in diesen waren nicht mehr als 10 Meteore in einer Nacht möglich. Die restlichen Tage erfolgten mit mehr oder minder vielen Wolken, oder Nebelschichten, so dass dennoch mindestens 100 Meteore möglich waren. Alles in Allem sind die Sternenfreunde sehr zufrieden, denn die Profis für den Nachthimmel wissen um das Risiko von Wettereinflüssen auf geplante Beobachtungsaktionen. Die gesamte Woche über nutzten vor allem Familien mit Ferienkindern und große Teile der Bevölkerung diese Beobachterwoche, um einmal einen entspannten Blick in den Sternenhimmel genießen zu können. Jeder Gast bekam durch die Mitglieder des Sternwarte Riesa e.V. eine professionelle Einführung in die Sternbilder des Nordhimmels und so war jeder Teilnehmer auch in der Lage, seine Sichtungen qualifiziert an die Zählstationen des Teams weiter zu geben. Somit können Doppelzählungen vermieden werden und es wurden ausschließlich Meteore und Satelliten erfasst, welche eindeutig gesichtet wurden.

Wozu wurden Zählungen und eine Statistik während der Beobachtung gemacht?


Seit Menschengedenken lebt die Wissenschaft und die Astronomie von umfangreichen Beobachterdaten in Form von Zeichnungen, Fotos, Messwerten und Berichten. Diese Datenmengen helfen dem Menschen, die Prozesse der Natur besser zu verstehen und nachhaltig zu entwickeln. Auch wenn wir gegenwärtig um die Existenz dieser Sternschnuppenströme wissen, so sind die jährlichen Beobachterdaten unabkömmlich, wenn es um das Verständnis der eigentlichen Ursachen geht. Als wir diese Tage den alten Kometenschweif von "Swift Tuttle" durchflogen und die Perseiden zählten, können wir nun die Dichte und Ausdehnung dieser Trümmerwolke anhand von Messwerten aus Beobachterdaten bestimmen. Die Daten werden ein mittleres, also normales Maximum dieses Sommerstromes bestätigen, denn die Beobachterwerte haben den Erwartungen entsprochen. Die Riesaer Beobachtersichtungen werden nun aufbereitet und an die IMO "International Meteor Organisation" gemeldet. Seit Jahren schon werden Riesaer Beobachterdaten bei der IMO gemeldet. So unglaublich es klingen mag, aber dadurch trägt jeder aktive Teilnehmer der Riesaer Sternschnuppennächte zu einem wichtigen Beitrag

Aktuelle Info vom 12. August 2013: Erste Perseidennacht mit 280 Meteoren


Liebe Sternschnuppenfreunde,

die "14.Riesaer Sternschnuppennächte" auf dem Flugplatz Canitz haben begonnen und die erste Erfolgreiche Jagd nach den Meteoren liegt hinter den Sternenfreunden Riesa. In der Zeit von 22 - 04 Uhr zählten die 25 Beobachter insgesamt 280 Meteore, wovon die meisten eindeutig ihren Ursprung im Sternbild Perseus hatten. Im selben Zeitraum wurden noch 115 Satelliten am Himmel erfasst, was dem Beobachter deutlich macht, wie präsent die Menschheit mit ihrer Technik im Weltall ist. Insgesamt zwei Mal war die internationale Raumstation herrlich zu sehen und zahlreiche Flugzeuge verkehrten am Himmel.

Das Wetter war exzellent klar, bis auf einige kleine Wolkenfelder am frühen Morgen. Es konnte eine herrliche Milchstraße gesehen werden und selbst schwächere Meteore waren noch zu erkennen, was in Stadtnähe eher selten der Fall ist. Grund dafür sind wahrscheinlich die Niederschläge der vorangegangenen Tage, welche für eine sehr klare und saubere Luft sorgten. Bei bis zu 8 Grad lagen die Sternengucker eingepackt in Decken und Schlafsäcken auf dem Feld und erfreuten sich an dem kosmischen Feuerwerk. Gegen 1:20 Uhr gab es einen Höhepunkt, als ein extrem heller Bolide den Zenit erhellte und alle wachrief, welche bis dahin weggeschlummert waren. Die Feuerkugel zog eine sehr helle Spur am Himmel und der Rauch des verglühten Teilchens war noch minutenlang im Sternbild Cassiopeia zu sehen. Leider verfehlten alle Kameras den Abschnitt am Himmel, aber es ist auch sehr schwierig eine Sternschnuppe zu fotografieren, denn wer weiß schon genau, wo diese Meteore am Himmel verglühen. Jedes Foto einer Sternschnuppe ist reines Glück und einige konnten die Sternenfreunde Riesa wieder erwischen.

Freuen wir uns also auf die kommenden Nächte und hoffen wir auf ein starkes Maximum der Perseiden in der heutigen Nacht. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen und kann sich mit dazu gesellen. Einfach Schlafsack, ISOmatte, Decken und eigenen Proviant mitbringen und los gehts.

Eine erfolgreiche Jagd allen und bis bald unterm Riesaer Sternenhimmel

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 6. August 2013: Sternschnuppennächte 2013 und seltene Wolkenformen


Liebe Sternenfreunde,

nach der Hitze der letzten Tage zeigten sich auch immer einmal wieder faszinierende Strukturen am Wolkenhimmel. Schon am Wochenende zogen leichte Unwetterfronten durch den Landkreis und die Nacht zum Samstag und Montag war geprägt von heftigem Wetterleuchten. Am Dienstagnachmittag dann begann sich erneut eine Unwetterfront zusammenzubrauen und zum 3.Mal innerhalb weniger Tage konnten die seltenen Mammatuswolken hierzulande gesichtet werden. Diese Wolken sind sehr kennzeichnend für heftige Turbulenzen in den mittleren Wolkenschichten. Starke Winde prägen diese kugelförmig, bedrohlich wirkenden Wolkenstrukturen. Man spricht von sog. beutelartigen Quellwolken, welche an der Unterseite fast aller großen Wolkenstrukturen auftreten können. Diese Wolken sind vor allem in Äquatornähe und im mittleren Westen der USA sehr häufig zu beobachten, wenn die Tornadosaison heftige Wirbelstürme erzeugt und große Schäden anrichtet. Als 2010 der Tornado über Sachsen fegte konnten im Nachgang ebenfalls solche Wolken gesichtet werden und die Mammatuswolken werden in unmittelbaren Zusammenhang mit heftigen Windböen und Wirbelstürmen gebracht. Am Dienstagnachmittag dann war der gesamte Himmel von diesen Wolken bedeckt und kündigt eine Unwetterfront mit ersehntem Niederschlag und ein wenig Abkühlung für die kommenden Stunden an.

Hoffen wir, dass sich ab Sonntag keine derartigen Unwetter hier mehr zusammenbrauen und die Sternenfreunde aus nah und fern möglichst viele Sternschnuppen am Nachthimmel zählen können. Denn es ist wieder soweit - die Sommersternschnuppen der "Perseiden" tauchen wieder am Himmel auf. Aus diesem Anlass veranstalten die Sternenfreunde Riesa bereits das 13.Mal die "Riesaer Sternschnuppenwoche" auf dem Segelflugplatz Canitz. In der Zeit vom 11. - 18.August 2013 versammeln sich die Sterngucker täglich ab 22 Uhr und dann werden gemeinsam Meteore gejagt. Die "Perseiden", ein besonders alter und bekannter Sternschnuppenstrom, tauchen immer von Ende Juli bis Mitte August am Sommerhimmel auf und seit Jahrhunderten verzaubern die bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde die Menschen auf der Erde. Das Maximum der Perseiden ist in der Nacht vom 12. auf den 13.August kurz nach Mitternacht zu erwarten. Die lauen Sommernächte laden gerade dazu ein, die Nacht im Freien zu verbringen und mit ein wenig Geduld wird jeder etliche Dutzend davon sehen können. In den vergangen Jahren gab es Nächte mit bis zu 400 und sogar über 600 Sternschnuppen pro Nacht. Die Sternschnuppennächte sind eines der Jahreshighlight im Jahresarbeitsplan der Sternwarte Riesa und eine besonders schöne Veranstaltungswoche. Der Reiz beim Sternschnuppen beobachten ist der historische Aspekt der Sternenbeobachtung, denn es gilt mit dem unbewaffneten bloßen Auge in den Himmel zu schauen und Ausschau zu halten nach den schnellen Lichtblitzen. Schon seit Urzeiten blickt der Mensch zu den Sternen und Sternschnuppen sind seit Jahrtausenden überliefert. Früher verbanden die Menschen das "Fallen der Sterne" im engen Zusammenhang mit einer göttlichen Welt, welche selbst Wünsche von diesem Himmelreich mit auf die Erdoberfläche zu bringen vermag. Deswegen glauben die Menschen auch heute noch an das Wünschen beim Erblicken einer Sternschnuppen und auch wir wollen dies den Besuchern nahelegen, sich beim Entspannten Blick in die Sterne auch einmal den innersten persönlichen Wünschen zu besinnen.

Wer mit dabei sein möchte sollte sich um den eigenen Komfort kümmern, d.h. Decke, Schlafsack, warme Kleidung und Verpflegung sollten mit dabei sein. Auch an Mückenspray und Insektenschutz sollte man denken, da in diesem Jahr besonders viele Mücken unterwegs sind. Wer möchte bringt noch ein kleines oder großes Fernglas mit und kann so, selbst auf Entdeckungsreise in der Sommermilchstraße gehen. Unter fachlicher Anleitung von Sternwartenmitgliedern wird es etliche Himmels

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Letzte Aktualisierung: 26.05.2017 , Kontakt/Impressum, Site Log, Login