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Aktuelle Info Juni 2012

Aktuelle Info vom 29. Juni 2012: Farben und Smileys im Himmel


Liebe Sternenfreunde,

hier einmal ein paar Atmosphärische Erscheinungen der vergangenen Tage. Das ständig wechselnde und oft mit Regen kombinierte Wetter hält dem aufmerksamen Beobachter einige tolle Erscheinungen bereit. Meist nur sehr kurzlebig, aber umso intensiver zeigen sich in den vergangenen Tagen sehr viele Regenbögen. Allein in dieser Woche haben wir 5 Regenbögen am Himmel gesichtet und konnten einen sogar in einem schönen Bild auf der Elbbrücke verewigen. Wenn also in den kommenden Tagen immer mal wieder eine Regenfront durch die Lande ziehen sollte, dann sollte man stets wachsam sein, sobald sich die Sonne mit an den Himmel gesellt. Denn vor allem an abziehenden Regenfronten lassen sich tolle Regenbögen vor kontrastreichem Hintergrund beobachten.

Ein besonderer Augenschmaus bietet sich dem Nachtschwärmer um die Mitternachtsstunden. Sog. NLC - Erscheinungen (Nachtleuchtende Wolken) sind derzeit am Himmel möglich. Diese Wolken stehen in einer Höhe von ca. 60 - 100km am Himmel und werden in dieser Höhe noch immer vom Sonnenlicht angestrahlt, während diese nur knapp unter dem Horizont steht und es auf der Oberfläche längst dunkel ist. Gewöhnliche Wolken und Dunstschwaden sind maximal in einer Höhe von 10 - 13 km über dem Boden zu finden, so dass diese mit der Dämmerung aus dem Licht der Sonne verschwinden. Der Himmel ist also rings herum dunkel und Sterne werden sichtbar. Doch am Nordhorizont reichen die Lichtstrahlen noch in eine Höhe von ca. 80 - 100km, so dass diese NLC - Wolken voll im Tageslicht stehen und hell - weiß Leuchten. Dies macht sie so auffällig am Nachthimmel, denn der silbrige Glanz widerspricht dem eigentlich dunkelblauen bis schwarzem Himmel der Nacht. Die Herkunft dieser Wolken ist noch nicht ganz geklärt, denn eigentlich dürften in dieser Höhe der Atmosphäre keine Aerosole und Wasserpartikel zu finden sein, welche zur Wolkenbildung notwendig sind. Dennoch gibt es sie und heftige Vulkanausbrüche der Vergangenheit, sowie das menschliche Eintragen von Schmutzpartikeln in die höhere Atmosphäre könnten einen Beitrag dazu geleistet haben, dass es diese Wolken nachweislich seit ca. 150 Jahren gibt.

Die Sommernächte um die Sommersonnenwende herum bezeichnet man als die "Weißen Nächte", denn auf der arktischen Region der Nordhalbkugel ist derzeit Polartag. Somit geht die Sonne hierzulande nur knapp unter dem Nordhorizont unter und nach einer kurzen Nachtphase geht sie sehr zeitig wieder auf. Der Beobachter von Sachsen kann also mit Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen folgendes beobachten: Die Sonne geht unter, die Dämmerung beginnt einen herrlichen, farbigen Saum am Nordwesthorizont zu zeichnen und dieser Dämmerungsstreifen zieht sich über den Nordhorizont in Richtung Nordosten, wo die Sonne gegen 5 Uhr morgens wieder aufgeht. Die Dämmerung in diesen Tagen verschwindet also kaum und ein hellblauer Saum zieht die Nacht über am Himmel entlang.

Und nun noch ein Bonbon aus Down Under. Am Tag der Abreise entdeckten wir am strahlend blauen Himmel in Sydney plötzlich bei einer Autofahrt einen "Smiley" über der Stadt. Erst war nur ein Kreis zu sehen, was uns stutzig machte und keinerlei Erklärungsgründe für eine kreisförmige Wolke zu finden wären. Dann jedoch entdeckten wir kleine Flugzeuge, welche die Zeichnung fortsetzen und diese Erscheinung erzeugten. Eine niedliche Idee der Australier, welche kaum einem der Menschen ringsherum auffiel, die mit uns in der Bahn saßen.

Hoffen wir nun auf wenige Wolken an den kommenden Nächten, denn viele Schülergruppen warten z.B. heute Abend an der Grundschule in Ragewitz auf die Sternenfreunde Riesa und die Teleskope und wollen einen Blick zum Mond werfen.

Wir wünschen ein schönes Wochenende und viele Leuchtende und schillernde Erscheinungen am Himmel.
Leitung Sternwarte Riesa



Aktuelle Info vom 6. Juni 2012: Der Venustransit 2012


Liebe Sternenfreunde

nachdem das Exkursionsteam heil wieder zurück gekehrt ist aus dem fernen Australien, ist es nun daran, die Fülle der Bildmaterialien zu verarbeiten und die gesamten Erlebnisse gedanklich zu erfassen. Hier ein paar weitere Bilder des Venustransits 2012 vom australischen Außenposten. Auch eine beeindruckende sog. "H auf der Sonne, eine besonders spektakuläre Möglichkeit der Be Arbeit und es wird aller Voraussicht nach im Spätsommer oder Herbst einen Vortragsabend zur Expedition geben.

In "Down Under" gibt es jede Menge zu erleben und neben den astronomischen Highlights gab es viele Erlebnisse vor allem in der größtenteils unberührten Natur des Landes. Die Tier Pflanzenwelt allein ist es schon wert, mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu bekommen, denn dieser Kontinent hat über Jahrmillionen isoliert eine einzigartige Lebenswelt geschaffen Lebewesen welche als Fossilien aus der Urzeit noch immer in Urwäldern und Steppen des Landes präsent sind, oder auch Gebirgszüge und tektonische Spuren zeugen von frühesten Epochen der Erdzeitgeschichte. Doch dazu vielleicht später mehr.

Astronomische Highlights der Reise.




Aktuelle Info vom 2. Juni 2012: Bilder vom Venustransit aus Australien


Liebe Sternenfreunde,

hier ein paar erste Meldungen aus Down Under. Unsere Expedition ins Outback war ein voller Erfolg und wir haben 2 astronomische Highlights erfolgreich beobachten können: Eine parrtielle Mondfinsternis am Abend des 4.Juni, welche von Europa aus nicht zu sehen war und natürlich den gestrigen Venustransit, welcher weltweit von Millionen Menschen verfolgt wurde.

Ein tolles Erlebnis. Das 4-köpfige sächsische Expeditionsteam von Sternenfreunden aus Riesa und Radeberg machten sich am frühen Morgen 5 Uhr australischer Zeit (7,5h vor MESZ) auf den Weg ins Outback, um pünktlich zum Venustransit beobachtungsbereit zu sein. An den „Devils Marbles“ gut 400km nördlich von Alice Springs bauten wir noch vor Sonnenaufgang unsere Teleskope auf und machten uns bereit. Die Sonne ging um 7 Uhr an einem stechend blauem Himmel auf und zeigte bereits vor Transitbeginn beeindruckende Sonnenflecken auf der Oberfläche. Gegen 7:45 Uhr dann war es soweit und die schwarze Scheibe der Venus knabberte am Sonnenrand. Innerhalb von 10 Minuten schob sich unser Schwesterplanet über den Rand der Sonnenscheibe und die uns zugewandte Nachtseite wurde vor der hellen Sonnenoberfläche sichtbar. Deutlich zu sehen war der sog. Lomonossow Effekt, ein Leuchten der Venusatmosphäre während diese noch teilweise außerhalb der Sonne zu sehen ist. Von nun an brauchte die Venus mehr als 6 Stunden, um über einen Teil der Sonnenscheibe zu wandern. Das seltenste regelmäßig wiederkehrende Himmelsschauspiel, welches zu unseren Lebzeiten nicht mehr zu sehen sein wird. Es dauert 105,5 Jahre, bis im Dezember 2117 wieder einmal ein solcher Venustransit zu sehen sein wird.

Während des Transits bekamen die Deutschen Sternenfreunde immer wieder Besuch von Australiern und Touristen, welche diesen Aussichtspunkt besuchten. Alle kamen neugierig an den kleinen Teleskoppark und fragten. Was da gerade zu beobachten ist. Dabei fiel auf, dass die meisten bereits wussten, dass der Venustransit im vollen Gange ist und freuten sich, dass ihnen bereitwillig ein Blick durch eines der Teleskope gewährt wurde. Noch erstaunter als vom Transit selbst, waren die Gäste, als sie erfuhren, dass wir extra den langen Weg aus Deutschland auf uns genommen haben, um das Ereignis zu sehen. Unglaublich und fasziniert begegneten uns die Einheimischen und finden es toll, dass man ein solches Hobby mit Begeisterung führen kann. Wir trafen sogar Deutsche, welche für einige Monate Rundreisen und WorkandTravel Aufenthalte machen. Und das Beste, einige Tage zuvor trafen wir am weltbekannten Ayers Rock / Uluru einen RIESAER, welcher durch die Weste mit der Aufschrift „Sternenfreunde Riesa“ auf uns aufmerksam wurde und uns ansprach. Eine beeindruckende Begegnung.

Den Transit konnten wir nicht nur ausgiebig mit verschiedenen Instrumenten und Methoden beobachten, sondern wir haben diesen auch bestens dokumentieren können. Mehrere Filmaufnahmen, Fotos und Kompositionen wurden angefertigt, um dieses letzte Schauspiel im 21.Jahrhundert für die Nachwelt zu bannen. Alle waren beeindruckt von der mitgebrachten Technik und jeder, der uns getroffen hat und mit uns beobachten konnte, denkt nun, dass Deutsche und sächsische Sterngucker bestens ausgestattet sind.

Der Venustransit war ein voller Erfolg und auch in Deutschland hatten ja viele Glück, etwas zu sehen – tolle Bilder, welche wir die Nacht im Internet sehen konnten. Leider gab es im Outback KEINERLEI Verbindungen per Telefon, oder Internet, so dass wir kein aktuelles Livematerial liefern konnten. Erst als wir wieder in Alice Springs waren, gab es wieder Möglichkeiten zu kommunizieren. Der Venustransit 2012 war auch in der Sternwarte Riesa ein voller Erfolg. 90 Gäste wurden am frühen Morgen in das Observatorium gelockt und auch zur anschließenden Kinderuniversität mit dem Thema „Schwarze Venus – mysteriöse Seltenheit“ waren 36 Kinder als gespanntes Publikum anwesend. Dieses Ereignis war ein historisches, welches nicht nur für die Astronomen weltweit ein wichtiges Highlight war, sondern auch für Beobachter weltweit eine nun einmalige Erfahrung bleiben wird.

Wir hatten 2 Tage zuvor noch eine teilweise Mondfinsternis, welche wir direkt von Alice Springs beobachten konnten. Tolle Fotos sind dabei entstanden, welche auf der www.Sternenfreunde-Riesa.de zu sehen sein werden. Das gesamte Bildmaterial muss erst einmal sortiert werden und sobald dann wieder Internetzugang möglich ist, gibt es dort Bilder dieser Ereignisse zu bestaunen.

Glückwunsch allen Beobachtern, welche es selbst sehen konnten und mit besten Grüßen aus dem Herzen Australiens.

Stefan Schwager und die Exkursions – Sternenfreunde



Aktuelle Info vom 2. Juni 2012: Bilder vom Venustransit aus Riesa


Heute war ein großer Tag für die Astronomie!

Schon bei Sonnenaufgang befand sich die Venus vor der Sonnenscheibe und verursachte eine "Mini-Sonnenfinsternis". Schon 2004 war so ein Ereignis über Riesa zu sehen. Es wird nun für über 105 Jahre nicht mehr zu sehen sein.

Das Team der Sternwarte hat sich intensiv auf den Venustransit vorbereitet. Es wurden drei Beobachtungsteams gegründet, die in der Sternwarte, dem Flugplatz Canitz und auf dem Riesenhügel Position bezogen haben. Der Transit konnte von 5 bis 7 Uhr beobachtet werden. Das Angebot wurde von über 90 Gästen genutzt, die vor der Arbeit oder Schule bei uns vorbeikamen, um dieses Ereignis mitzuerleben. Einige haben sogar Urlaub genommen oder eine Freistellung beantragt.

Hier gibt es die ersten Bilder:



Aktuelle Info vom 2. Juni 2012: Die Jagd nach der schwarzen Venus


Liebe Sternenfreunde und astronomisch interessierte Leser und Leserinnen,

am 06. Juni 2012 findet zum zweiten und letzten Mal im 21. Jahrhundert das astronomisch seltene Himmelsschauspiel, auch der Venustransit genannt, statt. Ein besonderes Ereignis, welches sich erst im Jahre 2117 wiederholen wird. Aus diesem Anlass reisen einige Mitglieder der Sternwarte Riesa um den Globus, um diesen Durchgang vor der Sonnenscheibe bei astronomisch besten Bedingungen zu verfolgen.

Damit ist die Jagd nach der schwarzen Venus eröffnet! Daumen hoch, die Reise beginnt und wir freuen uns auf spannende Berichte!


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Letzte Aktualisierung: 26.05.2017 , Kontakt/Impressum, Site Log, Login