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Aktuelle Info November 2011

Aktuelle Info vom 19. November 2011: Vortrag zur Space Shuttle Mission STS 135


Liebe Sternenfreunde,

am morgigen Samstag findet von - 20 Uhr in der Sternwarte Riesa wieder ein spannender Vortrag zur "Astronomie und Raumfahrt - Das All in Riesa erleben statt". Der Vortrag kostet 5€ Eintritt und im Anschluss findet eine Beobachtung auf der Sternwarte statt.

Seit dem Jahre 2009 bietet der Sternwartenverein diese Vorträge regelmäßig an, um über astronomische Ereignisse, dem aktuellen Sternhimmel, Wissenswertes und neues aus der Forschung, oder Reisen in ferne Länder zu berichten. Und dieses Mal geht es um die letzte Mission des Space Shuttles "Atlantis - Das Finale eines Raumschiffes". Im Juli 2011 waren 2 Mitglieder des Rioesaer Vereins extra nach Florida ins Kennedy Space Center gereist, um den Start und die Landung der letzten Space Shuttle Mission live vor Ort zu verfolgen. Am 8.Juli 2011 hob die Atlantis zur STS 135 Mission vom Launchpad 39A im KSC ab, absolvierte die letzte Mission an der Internationalen Raumstation ISS und landete schließlich am 21.Juli früh morgens wieder in Florida - und das alles vor den Augen von u.a. 2 Riesaern.

Dieses historische Ereignis soll nun regelmäßig in Vorträgen thematiesiert werden, denn das Space Shuttle Programm ist von 1981 - 2011 das erfolgreichste, leistungsstärkste und sicherste bemannte Raumfahrtsystem der Menschheit gewesen und hat Meilensteine zur Nutzung von Raumfahrttechnik für uns alle gesetzt. Große Bauteile, Satelliten, Experimentiervorrichtungen, Weltraumteleskope und die Präsenz vieler Astronauten gleichzeitig im Erdorbit konnten z.b. nur durch dieses Raumschiff gewährleistet werden.

Vor Ort in Florida kann man Raumfahrt und Raumfartgeschichte hautnah erleben. Raketen der Pionierzeit, der Gegenwart und Zukunft besichtigen und kennenlernen, Astronauten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft persönlich treffen und sich an die Schauplätze begeben, an denen Geschichte geschrieben wurden. Im berühmten Cape Canaveral z.B. die ersten Startrampen für bemannte Raketen der 60 Jahre besuchen, oder in alten Controllzentren stehen. Das alles sind viele kleine und aufregende Erlebnisse, von denen sich zu erzählen lohnt.

Bereits im November 2010 und im Februar 2011 waren wir zur Dokumentation von Space Shuttle Missionen vor Ort und haben viele einmalige Chancen bekommen, Geschichte der Raumfahrt zu erleben. Berichte und Bilder dazu gab es in unserem Shuttle Spezial Bericht auf der Website. Dabei konnten wir mehrere unbemannte Raketen starten sehen und auch die "Discovery" zur STS 133 und die "Atlantis" zur STS 135 Mission abheben sehen. Die "Endevour" startete im Mai 2011 als vorletztes Shuttle und diese haben wir im November 2010 bereits im sog. VAB gesehen und bestaunt. Die "Atlantis" konnten wir bei der Landung beobachten und waren Zeuge des sog. "Double Sonic Booms", welcher 4 Minuten vor der Landung als doppelter Überschallknall über Florida zu hören ist. Und wenige Stunden später hatten wir die seltene Gelegenheit, den frisch gelandeten Orbiter beim Rücktransport in den Hangar zu treffen - eine Raumfähre aus dem All, noch dampfend und zischend vor sich zu sehen gehört wohl zu den schönsten Momenten, welche man sich wünschen kann.

Es gibt viel zu erzählen und morgen wollen wir den Gästen der Sternwarte viele Einblicke geben, diese Erlebnisse mit teilen zu können. Mit viel authentischem Material, Zeugenberichten, Filmen und Bildern wird es viel Wissenswertes und Erstaunliches rund um eine Space Shuttle Mission geben.

Im Anschluss an den Vortrag soll es bei gutem Wetter auf die Sternwarte gehen, um gemeinsam den Nachthimmel zu beobachten und eine visuelle Reise zu den Sternen antreten zu können. Der Gasriese Jupiter ist derzeit der König am Abendhimmel und kann detailreich im großen Teleskop beobachtet werden. Auch der Planet URanus ist wunderbar zu beobachten und weitere Highlights am Nachthimmel warten darauf gesichtet zu werden.

Wir laden dazu herzlich zu uns ein und würden uns freuen wenn möglichst viele diesen Vortrag genießen können und auch viele Fragen rund ums Raumfahrtprogramm stellen können.

Allen ein schönes Wochenende und bis morgen zum Vortrag

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 14. November 2011: Neue Sternwarte ab Sommer


Liebe Sternenfreunde

Wie aus den örtlichen Medien der vergangenen Wochen bekannt wurde, bestehen derzeit Pläne, dass die Sternwarte Riesa mit all ihren Räumlichkeiten und auch der Sternwartenkuppel auf den Verkehrflugplatz Riesa Göhlis umziehen wird.

Auf der Website von Riesa: Website Riesa
Schon ab Sommer/ Herbst 2012 könnte dies also nach gegenwärtigen Zeitplanungen der Fall sein. Derzeit werden viele Gespräche mit sämtlichen Verantwortlichen diesbezüglich gehalten, um die konkreten Pläne der Möglichkeiten auf allen Seiten zu prüfen. So wird auch ein Umzug der historischen Sternwarten - Kuppel auf den alten Turm des Flugplatzes umzusetzen. Einen ersten grafischen Entwurf haben wir mal als Fotomontage erarbeitet, wie dies zusammen mit der Plattform auf diesem Turm aussehen könnte.

Dennoch gibt es noch keine konkreten Aussagen über die tatsächliche Struktur, denn dies wird derzeit noch geplant und ist noch nicht öffentlich diskutiert.

Bis dahin verbleibt die Sternwarte Riesa noch bis Sommer 2012 am derzeitigen Standort im Riesaer Stadtteil Weida.

Viele Grüße aus der Volkssternwarte Riesa

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 9. November 2011: Sonnenflecken bei Sonnenuntergang


Liebe Sternenfreunde,

heute habe ich es endlich mal geschafft rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf dem Feld zu stehen und tatsächlich ist es ohne Probleme möglich diese derzeitigen Sonnenflecken bei tief stehender Sonne mit bloßem Auge zu erkennen.

Ich weise auch an dieser Stelle noch einmal dringend darauf hin, dass man NICHT hinstarren soll, um diese Flecken zu finden. Indirektes Schauen, oder flüchtige Blicke sollten reichen, um die Flecken zu finden – ansonsten sind die Bedingungen einfach nicht gegeben, oder die Augen nicht dafür geeignet, oder eben die Flecken (zu anderen Zeiten) einfach zu klein.

Die Bilder im Vergleich zeigen deutlich die erkennbare Lage der Flecken. Die Bilder mit Weißlicht – Sonnenfilter am Teleskop zeigen natürlich mehr Details, als der Anblick bei Sonnenuntergang. Denn bei Tiefstehender Sonne muss das Sonnenlicht „mehr“ Atmosphäre durchdringen, als bei hoch stehender Sonne. Dadurch verringert sich die Helligkeit der Sonnenscheibe enorm und vor allem wird das Licht sehr stark zum roten Spektralbereich hin gebrochen. Und dadurch wird das Bild der Sonne verzerrt und auch die Oberflächendetails (wie z.B. Sonnenflecken) sind dann nur mit weniger Kontrast zu beobachten.

Die Aufnahmen vom Sonnenuntergang sind am 9.November 2011 vom Kalkberg Riesa aus in Richtung Wohngebiet Merzdorf gemacht worden. Ein fantastischer Naturanblick, wenn die Sonne in den kühlen Abendstunden ihr rotes, wärmendes Licht in den Nebelschwaden des Horizontes verliert.

Wer die Sonnenflecken noch einmal mit eigenen Augen im Teleskop sehen möchte, kann dazu die Aktionen und Zeiten der Sternenfreunde nutzen. Am morgigen Donnerstag ist die Sternwarte ab Mittag besetzt, da wir vormittags mit Schulklassen einen Blick zur Sonne werfen möchten. Bis 20 Uhr werden wir die Sternwarte öffnen und bei gutem Wetter natürlich auch einen Blick zum Vollmond und den Planeten Jupiter werfen. Ansonsten sind die Sternenfreunde Riesa am kommenden Wochenende Samstag und Sonntag den gesamten Tag über auf dem Adventsmarkt der Teigwaren Riesa GmbH mit ihren Privatteleskopen vor Ort und alle Gäste werden in den Genuss einer Sonnenbeobachtung kommen können.

Mit sternenfreundlichen Sonnenfleckengrüßen

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 8. November 2011: Sonnenfleckengruppen 8.11.2011


Liebe Sternenfreunde,

hier wieder ein paar aktuelle Aufnahmen der Sonnenoberfläche mit den riesigen Sonnenflecken. Um einmal einen vorstellbaren Vergleich einzubringen, habe ich auf die Gesamtaufnahme der Sonne einmal die Planetendurchmesser der Erde, sowie des Jupiter als größten Planeten im Sonnensystem eingefügt und die Distanz zwischen Erde und Mond ebenfalls vergleichend mit angebracht. Somit ist zu sehen, dass diese Fleckengruppen derzeit absolute Giganten darstellen und in dem gerade erst begonnenen Sonnenaktivitätszyklus mit zu den größten gehören, welche seit Jahren auf der Photosphäre der Sonne zu sehen sind.

Viel Spaß mit den Bildern. Wer die Fleckengruppen noch einmal sehen möchte, der muss am kommenden Wochenende auf den Adventsmarkt der Teigwaren Riesa GmbH vorbei schauen, denn an beiden Tagen werden wir auf unserem Vereinsstand vor Ort Sonnenteleskope mit dabei haben. Dennoch bleibt zu erwähnen, dass sich die Sonne und das Aussehen, sowie Größe der Fleckengruppen permanent ändert/ ändern kann. Wenn man also diese Bilder am kommenden Samstag oder Sonntag mit als Vergleich des Aussehens am Wochenende mit zu Rate zieht, dann werden einem diese deutlichen Veränderungen auffallen.

Viele Grüße aus der sonnigen Sternwarte

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 7. November 2011: Aktuelles Bild der Sonne


Liebe Sternenfreunde,

die Sonnenfleckengruppe ist weiterhin sehr schön zu beobachten.

Soeben konnte ich in einer kleinen Pause schnell mein 20x100 Binokular aufbauen und habe die Prachtgruppe fast in der Mitte der Sonnenscheibe erblicken können. Beeindruckend wie riesig diese selbst bei kleinen Vergrößerungen erscheint. Schnell habe ich die sieben Fleckengruppen des heutigen Tages gezeichnet und schnell meine kleine Kompaktkamera an eines der beiden Okulare gehalten – mit erstaunlich gutem Ergebnis. Man erkennt trotz der kleinen Fotovorrichtung deutlich alle Fleckengruppen und schon erste schöne Strukturen der großen Gruppe NOAA 1339.

Wer die kommenden Tage die Sonnenflecken einmal sehen möchte, sollte zu einer Sternwarte, z.B. morgen zwischen 9 – 13 Uhr nach Riesa gehen, um dort durch ein entsprechend sicher ausgerüstetes Instrument zu schauen. Oder als Geheimtipp sich mal den Sonnenauf- bzw. Untergang anschauen. Wenn die Sonne so knapp über dem Horizont steht, kann man für wenige Augenblicke diese gigantische Fleckengruppe auch ohne Hilfsmittel erblicken – eine Methode übrigens, mit denen die Astronomen im alten China schon die Flecken auf der Sonne erkannten. Allerdings weise ich darauf hin, dass man selbst bei tief stehender Sonne nicht auf diese Starren sollte, sondern nur flüchtige, oder indirekte Blicke auf die rote Sonne werfen sollte.

Viel Spaß beim Versuch, oder bis morgen in der Sternwarte.

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


Aktuelle Info vom 6. November 2011: Riesige Sonnenflecken im November


Liebe Sternenfreunde,

derzeit ist viel los auf unserer Sonne und es zeigen sich schon in kleinen Instrumenten und auch mit Sonnenfinsternisbrille (also mit bloßem Auge inkl. sicheren Sonnenfilters!!) interessante Flecken auf der Sonnenoberfläche.

Schon seit dem Auftauchen der Fleckengruppe NOAA 1339 zeigte diese starke magnetische Aktivität und jagte sogar schon neben mehreren M-class flares, einen X-class flare hinaus ins All. Diese „Flares“ sind starke Eruptionen auf der Sonnenoberfläche und mit einer Temperatur von weit über 10000K schießt heißes ionisiertes Gas mit hunderten und tausenden Kilometern pro Sekunde (!!!) ins All. Wenn nun eine solche Eruption direkt in Richtung Erde geschleudert wird, dann kommt diese nach einer ca. 2 -3 Tagesreise hier an und trifft auf das Erdmagnetfeld. Dieses wird dann durch diesen solaren Magnetsturm sehr stark verformt und bei hohen Intensitäten gelangen diese Energiegeladenen Teilchen bis in die obere Atmosphäre vor. Und wenn Luftmoleküle von diesen Energien getroffen werden, dann beginnen diese Licht abzusenden und es kommt zum Leuchten der Atmosphäre: Polarlicht. An beiden magnetischen Polen der Erde kommen diese Sonnenteilchen durch den Magnetfluss sehr dicht an die Erde heran, so dass vor allem an den Polregionen Polarlicht wahrscheinlicher ist, als in den mittleren Breiten. Doch je nach Stärke und Geschwindigkeit dieser Teilchen wird das Magnetfeld der Erde so stakt verformt, dass auch wir in Mitteleuropa ab und an Polarlichter sehen können, so wie es den Sternenfreunden Riesa in den vergangenen Wochen schon 2x erging (Polarlichtbilder 2011).

Wenn nun 1339 auch tagtäglich näher in die Sonnenscheibenmitte rückt und dabei einen heftigen Ausbruch zeigt, dann haben wir wieder die Chance auf ein Polarlicht in Deutschland, denn diese Fleckengruppe des Typus „Fkc“ nach der McIntosch Skala befindet sich im Königsstadium der möglichen Aktivität. Allein der Vergleich zur Erdgröße verdeutlicht die Ausdehnung dieser eigentlich „normalen“ Aktivitätsregion auf der Sonne.

Die nachfolgenden Bilder sind alle mit dem 30cm Spiegelteleskop der Sternwarte Riesa gemacht und in verschiedenen Vergrößerungen von der gesamten Sonnenansicht bis zur Detailaufnahme erkennt man die detailreichen Strukturen der sog. „Umbra“ und „Penumbra“ des großen Fleckes. Allein in jeder Umbra (=Kern, Zentrum) würde die Erdkugel mehrmals Platz finden. Mit weit über 100 000km Ausdehnung ist diese Fleckengruppe ein wahrer Gigant auf der derzeitigen Ansicht der Sonne.

Wer also in den kommenden Tagen die Chance hat, in eine Sternwarte gehen zu können, z.B. Dienstag 9 – 13 und Donnerstag ab 15 Uhr in der Sternwarte Riesa, der sollte dies tun, denn dort kann man in den entsprechend dafür ausgestatteten Instrumenten diesen gigantischen Sonnenfleck mit eigenen Augen sehen. Auch am kommenden Wochenende zum Adventsmarkt der Teigwaren Riesa werden wir vor Ort sein und unsere Sonnenteleskope aufbauen. Dann sollen auch die Nudelcentergäste einen Blick auf die Sonne werfen können. Bitte NIE ohne solche Energieschutzfilter zur Sonne blicken, denn schwere Augenschäden und Blindheit sind unweigerlich die Folge!

Individuelle Termine per Anruf sind auch möglich, denn wir werden diese Sonnenfleckengruppe keinesfalls unbeobachtet lassen und deren nach unseren Möglichkeiten Aktivität überwachen.

Viele Grüße von der Sternwarte Riesa

Stefan Schwager
Leiter Sternwarte Riesa


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Letzte Aktualisierung: 26.05.2017 , Kontakt/Impressum, Site Log, Login